White-Label Deep-Dive
Ein Musterreport mit echter Tiefe — ohne Kundenrisiko.
Dieser anonymisierte Demo-Report zeigt nicht nur eine Oberfläche. Er zeigt die volle Argumentationskette: Scope, Management-Priorität, neun gruppierte technische Problemtypen, Evidenz, Code, Fix-Hinweise und vier manuelle Prüfpunkte.
Management-Überblick
Technische Barrieren im definierten Scope priorisieren.
Im Demo-Scope wurden neun gruppierte technische Problemtypen erkannt. Die folgenden Maßnahmen unterstützen die Entwicklung und Kundenkommunikation. Sie ersetzen keine vollständige WCAG-/BFSG-Bewertung und keine Rechtsberatung.
Diese Maßnahmen zuerst
Drei Maßnahmen, die Entwicklungszeit und Kaufbarrieren verbinden.
Der Executive-Bereich zeigt nur die wichtigsten Startpunkte. Die technische Tiefe folgt anschließend pro Problemtyp.
Checkout-Fehler programmatisch ankündigen
Fehlermeldungen müssen für Screenreader hörbar und mit dem betroffenen Feld verknüpft sein.
2 Stellen · 2 SeitenCookie-Consent-Fokus absichern
Dialog, Fokus, Escape und Rückgabe an den Auslöser zuerst sauber umsetzen.
1 Stelle · 12 SeitenKontrast-Tokens theme-weit korrigieren
Sekundär-Buttons, Fehlermeldungen und Fokusindikatoren wiederverwendbar verbessern.
11 Stellen · 5 SeitenMaßnahmenplan
Vom Sofort-Fix bis zur wiederholbaren Qualitätsarbeit.
Sofort
Kritische Kauf- und Bedienbarrieren zuerst sichern.
- Kritisch Checkout-Fehlermeldungen
- Kritisch Consent-Fokus
Kurzfristig
Hohe Prioritäten im nächsten Sprint bündeln.
- Hoch Kontrast-Tokens
- Hoch Mengensteuerung
- Hoch dynamische Preisupdates
Geplant
Komponenten standardisieren und Regressionen beobachten.
- Mittel Link-/Button-Namen
- Mittel ARIA-Zustände
- Mittel Sprache und Eingabezwecke
Technischer Deep-Dive
Neun Gruppen. 27 Fundstellen. Evidenz, Code und erste Fix-Schritte.
Die folgenden Karten repräsentieren die Technical-Ansicht. In echten Reports kommen selektierte URLs, gespeicherte Regeln und projektspezifische Befunde aus dem autorisierten Scan.
Checkout-Fehlermeldungen werden nicht angekündigt
2 Fundstellen · Checkout / Zahlung / Prüfung · WCAG 4.1.3
Fehler nach Zahlungs- oder Adressvalidierung erscheinen visuell, werden aber nicht zuverlässig als Statusmeldung für assistive Technologien ausgegeben.
Evidenz
#checkout-payment .error-message
#checkout-review .alert-danger- /checkout/payment
- /checkout/review
Beispiel: vor der Korrektur
<div class="alert alert-danger">
Kreditkarte abgelehnt.
</div>Beispiel: erste Korrektur
<div role="alert" id="payment-error">
Kreditkarte abgelehnt.
</div>
<input aria-describedby="payment-error">Erste Maßnahme
Live-Region ergänzen, Fehlermeldung mit Feld verknüpfen und den Ablauf mit Screenreader manuell prüfen.
Cookie-Consent-Dialog ohne vollständiges Fokusmanagement
1 Fundstelle · alle Demo-Seiten · WCAG 2.4.3 / 4.1.2
Der Consent-Dialog besitzt keine verlässliche Fokusführung. Tastaturnutzende können den Dialog verlassen oder ihn nicht nachvollziehbar schließen.
Evidenz
#cookie-banner
.cc-banner
[data-consent-banner]- /
- /kategorie/demo
- /checkout/payment
Beispiel: vor der Korrektur
<div id="cookie-banner">
<button>Alle akzeptieren</button>
<button>Ablehnen</button>
</div>Beispiel: erste Korrektur
<div role="dialog" aria-modal="true"
aria-labelledby="consent-title">
...
</div>Erste Maßnahme
Fokus beim Öffnen setzen, Tab-Reihenfolge begrenzen, Escape prüfen und Fokus danach kontrolliert zurückgeben.
Zu geringer Kontrast in wiederkehrenden Komponenten
11 Fundstellen · 5 Seiten · WCAG 1.4.3 / 1.4.11
Sekundär-Buttons, Fehlermeldungen und Fokusindikatoren unterschreiten in mehreren Komponenten die erforderliche Les- oder Wahrnehmbarkeit.
Evidenz
.button--secondary
.invalid-feedback
:focus-visible- /warenkorb
- /checkout/address
- /konto/login
Messwerte
#999 auf #fff 2.8:1
#dc3545 auf #fff 3.9:1
#1667e8 auf #fff 5.2:1Empfohlene Token
--color-secondary: #5a6a85;
--color-error: #b42318;
--focus-ring: #1d63c4;Erste Maßnahme
Farbwerte als zentrale Design-Tokens korrigieren und die wiederverwendeten Komponenten erneut prüfen.
Mengenauswahl ohne eindeutigen zugänglichen Namen
3 Fundstellen · Warenkorb / PDP · WCAG 4.1.2
Mengenfelder und Icon-Buttons sind für Screenreader nicht ausreichend dem jeweiligen Produkt zugeordnet.
Evidenz
.cart-item-qty input
.quantity-selector select
.product-qty .qty-btnBeispiel: vor der Korrektur
<label>Menge</label>
<input type="number" value="1">Beispiel: erste Korrektur
<label for="qty-123">
Menge: Demo-Produkt
</label>
<input id="qty-123" type="number">Erste Maßnahme
Label-Verknüpfung und aria-labels mit Produktbezug ergänzen; danach Tastatur und Screenreader testen.
Dynamische Preis- und Versandupdates ohne Live-Region
2 Fundstellen · PDP / Warenkorb · WCAG 4.1.3
Nach Variantenwahl oder Mengenänderung verändern sich Preis und Versandkosten, ohne dass die Änderung für Screenreader eindeutig angekündigt wird.
Evidenz
.product-price .amount
.cart-totals .total-amountBeispiel: erste Korrektur
<output aria-live="polite"
aria-atomic="true">
Preis: 49,99 €
</output>Manuell verifizieren
Ansage nur bei tatsächlicher Änderung, keine Informationsflut bei jeder Zwischeneingabe.
Erste Maßnahme
Live-Region im Komponentenstandard implementieren und Varianten-/Versandwechsel mit NVDA oder VoiceOver prüfen.
Link- und Button-Namen ohne ausreichenden Kontext
3 Fundstellen · Footer / Produktteaser · WCAG 2.4.4
Linktexte wie „Mehr“ oder „Weiter“ beschreiben das Ziel nicht zuverlässig, wenn sie isoliert vorgelesen werden.
Evidenz
a.more-link
.product-teaser a
.footer a.read-moreVorher
<a href="https://shop.example/versand">Mehr erfahren</a>Nachher
<a href="https://shop.example/versand">
Versandkosten und Lieferzeiten
</a>Erste Maßnahme
Komponenten mit generischen CTA-Texten inventarisieren und pro Kontext eindeutige Bezeichnungen festlegen.
ARIA-Zustand an sichtbarer Navigation inkonsistent
2 Fundstellen · Mobile Navigation / Filter · WCAG 4.1.2
Sichtbare Elemente werden mit versteckenden ARIA-Attributen versehen oder Statusattribute nicht synchron zum visuellen Zustand aktualisiert.
Evidenz
nav[aria-hidden="true"]
.filter-toggle[aria-expanded]Vorher
<nav aria-hidden="true">
<a href="https://shop.example/kategorie">Kategorie</a>
</nav>Nachher
button.setAttribute(
"aria-expanded", String(isOpen)
)Erste Maßnahme
Komponentenstatus zentral steuern und Sichtbarkeit, Fokus und ARIA-Zustand gemeinsam testen.
Seitensprache nicht konsistent ausgezeichnet
1 Fundstelle · Landing-/Content-Template · WCAG 3.1.1
Ein Template besitzt kein eindeutiges oder falsches Sprachattribut. Screenreader können die Vorlesesprache dadurch falsch wählen.
Evidenz
<html>Erste Korrektur
<html lang="de">Erste Maßnahme
Im Basistemplate festlegen und bei mehrsprachigen Bereichen Sprachwechsel gezielt auszeichnen.
Scope
1 betroffene Template-Ausgabe im Demo-Scope.
Eingabezwecke im Checkout nicht vollständig ausgezeichnet
2 Fundstellen · Adresse / Zahlung · WCAG 1.3.5
Adress- und Zahlungsfelder fehlen teilweise die standardisierten autocomplete-Werte für unterstützende Technologien und Browserhilfe.
Evidenz
#checkout-address input
#payment-card inputBeispiel
autocomplete="given-name"
autocomplete="street-address"
autocomplete="postal-code"
autocomplete="cc-number"Erste Maßnahme
Feldschema in Checkout-Komponenten dokumentieren und Werte nach Eingabezweck ergänzen.
Manuell verifizieren
Autofill-Verhalten und reale Checkout-Validierung in Zielbrowsern prüfen.
Manuelle Prüfpunkte
Vier Fragen, die ein technischer Scan offen lässt.
Sie sind im Report bewusst nicht als automatisch bestätigte Verstöße dargestellt.
Manuell prüfen
Diese Checkliste zeigt der Agentur, was zusätzlich mit Tastatur, assistiven Technologien und fachlichem Kontext geprüft werden sollte.
Fokusreihenfolge, sichtbarer Fokus, Escape, Modals und alle Bestellschritte ohne Maus.
Vorlesereihenfolge von Labels, Fehlern, Preisen, Versandoptionen und Bestellbestätigung.
Sinnhaftigkeit von Alternativtexten, Fehlertexten, Liefer-/Zahlungsinformationen und Sprache.
Payment-Provider, eingebettete Widgets oder Login-Schritte, die nicht im technischen Scope erreichbar waren.
Was White Label im echten Report bedeutet
Der Report wird mit dem Branding der Agentur erstellt. Der Shop des Kunden bleibt der Audit-Gegenstand.
- Agenturname, Logo, Primär- und Akzentfarbe im Branding-Snapshot
- Executive-, White-Label- und Technical-Ansicht für unterschiedliche Empfänger
- Footer-Text und Reporttitel der Agentur
- Keine erfundenen Domain-, CNAME-, E-Mail-Absender- oder SLA-Versprechen
Prüfgrenzen, die der Kunde verstehen muss
- Keine vollständige WCAG-/BFSG-Konformitätsbewertung
- Keine Rechtsberatung und keine automatische Erklärung zur Barrierefreiheit
- Erweiterte Scopes werden nicht pauschal behauptet, sondern als konkrete Coverage dokumentiert: entdeckt, zulässig, geprüft, ausgeschlossen oder technisch nicht erreichbar.
- Ein fehlerfreier automatischer Scan ist keine Konformitätsbestätigung
- Manuelle Prüfung und Tests mit assistiven Technologien bleiben notwendig